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	<title>A writer's mind</title>
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		<title>A writer's mind</title>
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		<title>Dann geh doch zum Buchladen &#8211; Amazon und die Folgen</title>
		<link>http://writersmind.wordpress.com/2009/06/13/dann-geh-doch-zum-buchladen-amazon-und-die-folgen/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Jun 2009 06:34:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ish</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwei Monate ist es jetzt her, dass ein Aufschrei durch die Webwelt ging, weil &#8211; offenbar durch einen technischen Glitch, Hacker, oder bodenlose Dummheit &#8211; bei Amazon.com Literatur zu Themen wie Homosexualität ganz plötzlich aus der Buchsuche verschwand. Wie viele andere auch habe ich das sehr skeptisch verfolgt.
Unter dem Artikel des Focus zum Thema las [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=writersmind.wordpress.com&blog=1889223&post=112&subd=writersmind&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Zwei Monate ist es jetzt her, dass ein Aufschrei durch die Webwelt ging, weil &#8211; offenbar durch einen technischen Glitch, Hacker, oder bodenlose Dummheit &#8211; bei Amazon.com Literatur zu Themen wie Homosexualität ganz plötzlich aus der Buchsuche verschwand. Wie viele andere auch habe ich das sehr skeptisch verfolgt.</p>
<p>Unter dem <a href="http://www.focus.de/digital/internet/amazon-bestseller-oder-porno_aid_389651.html">Artikel des Focus zum Thema</a> las ich dann folgenden Kommentar:</p>
<div id="attachment_113" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-113" title="Focus-Kommentar" src="http://writersmind.files.wordpress.com/2009/06/bild-1.png?w=300&#038;h=62" alt="Kommentar beim Focus zu Amazon-Zensur" width="300" height="62" /><p class="wp-caption-text">Kommentar beim Focus zu Amazon-Zensur</p></div>
<p>Das Kommentieren von Kommentaren dieser Art ist im allgemeinen Lebenszeitvergeudung. Ich habe das Thema lieber erst mal sacken lassen, als mir klar wurde, dass ich das Problem auf drei Ebenen betrachten muss: Als Kunde, der Bücher kaufen möchte; als Autorin bei der Suche nach Material / Recherche, und als Autorin die Bücher verkaufen will.</p>
<p>Fangen wir mal mit der <strong>Sicht eines Kunden</strong> an. Theoretisch macht es für mich keinen Unterschied ob ich ein Buch bei Amazon kaufe oder bei meinem lokalen Buchhandel. Immerhin habe ich einen Buchhandel um die Ecke, der ebenso fix von Libri beliefert wird wie ich per DHL von Amazon. Praktisch allerdings sieht die Sache ganz anders aus.</p>
<p>Praktisch bedeutet für mich Bücher kaufen vor allem erst mal mich über Bücher informieren und feststellen was es gibt &#8211; wenn ich die Chance habe, Rezensionen dazu zu lesen, um festzustellen ob ich bestimmte Lektüre tatsächlich kaufen will.</p>
<p>Beispiel Kochbücher: da gibt es gute, weniger gute&#8230; Ein Blick in die Kochbuchregale verschiedener kleiner und großer Buchhandlungen liefert mir immer und immer wieder dasselbe Material, das was von den großen Verlagen gerade angeboten und marketingtechnisch begleitet wird. Und ich kaufe meine Kochbücher meist lieber auf Englisch, aus vielen Gründen. Was mich zum zweiten Problem bringt &#8211; der <strong>Recherche</strong>.</p>
<ol>
<li>ist meine Buchhandlung kein Kochbuchexperte, ich dafür schon</li>
<li>muss ich englischsprachige Titel dort mühsam ordern</li>
<li>kann ich nur kaufen wovon ich weiss. Wenn ein Händler wie Amazon bestimmte Bücher nicht führt sind sie also für mich wie für den Markt quasi nicht existent.</li>
</ol>
<p>Ausprobiert habe ich das am Beispiel Kochbücher über die Küche Malaysias und Singapurs. Egal welchen Web-Buchhändler oder welches Buchverzeichnis ich bemühe, es ist nur sehr wenig dazu zu finden. (Fündig geworden bin ich bei einem Asiatika-Buchspezialisten in Singapur, aber das nur am Rande).</p>
<p><span id="more-112"></span>So wie ich nicht weiss das bestimmte Bücher existieren, und ich darüber auch per Suchmaschine nichts finde, so weiss es auch der Buchhändler an der Ecke nicht (eher erst Recht nicht). Und der vielpostulierte Gang zum Buchhändler des Vertrauens setzt voraus dass man einen Buchhändler an der Ecke hat. In vielen Gegenden ist der nächste wirkliche Buchhändler nicht an der nächsten Ecke gelegen…</p>
<p>Es kommt nicht von ungefähr dass Amazon der grösste Online-Buchhändler ist &#8211; es ist ja nicht so dass andere es nicht ebenfalls versucht hätten. Aber wenn ich zu einem Thema recherchiere &#8211; egal welches &#8211; weiss ich dass ich irgendwo im Amazon-Universum fündig werde. (Ohne dafür erst eine Stunde Weg zu einem nicht im Thema steckenden Buchhandel anzutreten &#8211; auch meine Bibliothek kann ich online gegen bei Amazon recherchiertes abgleichen). Und in den Rezensionen, gerade bei Amazon.com, finde ich oft weiterführende Literaturtipps, ebenso in den Listen dazu passender / verbundener Literatur. </p>
<p>Ich kann mir Bücher auf Wunschzetteln merken (die man nicht nur zum Shoppen sonder auch als Referenzliste für Biblioheken u.a. benutzen kann), und mit einem Klick ist die Literatur unterwegs zu mir &#8211; wenn ich im Marketplace einkaufe auch oft zu Preisen, die mir der lokale Buchhändler nicht bieten kann. Bei aller Liebe für den Buchhandel: Material das ich ein- oder zweimal brauche kaufe ich schon immer antiquarisch, nicht erst seit es Web-Buchläden gibt. Dafür kaufe ich viele Bücher, und mein Buchumsatz ist mit Amazon eher gestiegen denn gesunken.</p>
<p>Wer einen bestimmten Buchtitel oder Literatur zu einem spezifischen  Thema sucht, stellt fest, dass Amazon sehr häufig unter den entsprechenden Suchmaschinen-Hits auftaucht. Ein Buch, das nicht bei Amazon gelistet bzw. In der Suche aufrufbar ist, auf Verdacht zu finden, selbst wenn man gezielt danach sucht, ist gar nicht so einfach &#8211; bis unmöglich.</p>
<p>Mit anderen Worten, eine ‘Zensur’ durch Amazon käme einer halben Auslöschung von Material zu einem bestimmten Thema  gleich.</p>
<p>Was mich zum dritten und letzten Punkt bringt.</p>
<p>Mir als <strong>Autorin</strong> kann es natürlich nicht egal sein, wenn mein Buch nicht gefunden, nicht rezipiert, und damit nicht gekauft wird. Meine Bücher verkaufen sich zu mindestens 50% über Online-Buchhändler.</p>
<p>Richtig ist, dass Amazon als Grossabnehmer bei den Verlagen die Preise massiv drückt und damit auch die Einnahmen der Autoren &#8211; das Problem habe ich aber auch bei grossen Buchketten wie Thalia, die vielerorts die lokalen Buchhändler nahezu komplett abgelöst haben. Und im Gegensatz zu Amazon stellen die nur ins Regal, wovon sie sich große Umsätze versprechen und wo die Verlage vielleicht noch ein wenig drauflegen für Ladenrenovierung, Displays… während Amazon und die anderen Online-Buchversender einfach nachordern und eben auch schon mal Bücher in Kleinauflagen ‘da’ haben. Und wenn der Kunde es sowieso bestellen muss… warum soll er dann vom Schreibtisch aufstehen und bis in die Stadt fahren?</p>
<p>Man kann über Amazon und seine Folgen  wirklich geteilter Meinung sein &#8211; aber als Leserin wie als Autorin (sowohl bei Recherche als auch Verkauf) geht für mich kein Weg an Amazon als Instrument vorbei. <strong>Was nicht bei Amazon gelistet ist, existiert effektiv nicht am Mark</strong>t, weswegen “dann geht doch zum Buchhandel und kauft da” kein Lösungsansatz ist, wenn Amazon tatsächlich beschliessen sollte, ganze Themenkomplexe aus seiner Buchsuche auszusperren.</p>
<p>Bleibt zu hoffen dass es nicht dazu kommt.</p>
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			<media:title type="html">Focus-Kommentar</media:title>
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		<title>Die spinnen die Thais</title>
		<link>http://writersmind.wordpress.com/2009/01/19/die-spinnen-die-thais/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Jan 2009 10:10:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ish</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Thailand]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade lese ich bei der BBC, dass in Thailand ein australischer Autor für 3 Jahre in den Knast geht, weil er in einem Roman einem fiktiven thailändischen Kronprinzen (ohne Namen) einen skandalösen Lebenswandel unterstellt hat.
Angeklagt bzw. verurteilt ist der Mann wegen eines Absatzes (sic!) in einem Buch von dem ganze 7 Exemplare existieren, dessen einziges [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=writersmind.wordpress.com&blog=1889223&post=76&subd=writersmind&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Gerade lese ich bei der BBC, <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/asia-pacific/7836854.stm">dass in Thailand ein australischer Autor für 3 Jahre in den Knast geht</a>, weil er in einem Roman einem fiktiven thailändischen Kronprinzen (ohne Namen) einen skandalösen Lebenswandel unterstellt hat.</p>
<p>Angeklagt bzw. verurteilt ist der Mann wegen eines Absatzes (sic!) in einem Buch von dem ganze 7 Exemplare existieren, dessen einziges noch existierendes interessanterweise öffentlich zugänglich in der <em>Thai National Library</em> steht, und was er sich hat zuschulden kommen lassen ist unverzeihlich: Beleidigung des Königs, eines Kronprinzen und der Monarchie.</p>
<p>Ich kann ja verstehen dass die Thais ihren König verehren, aber das ist meines Erachtens eine vollkommen inakzeptable und überzogene Reaktion&#8230;</p>
<p>Lektion: ich sollte niemals etwas schreiben das auch nur entfernt das thailändische Königshaus berührt, sofern ich in dem Land je wieder Urlaub machen will.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Words are all&#8230;</title>
		<link>http://writersmind.wordpress.com/2008/12/13/words-are-all/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Dec 2008 17:35:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ish</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Shore]]></category>
		<category><![CDATA[Boston Legal]]></category>

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		<description><![CDATA[Nur damit es mir nicht durch die mnemotechnischen Lappen geht, ein Zitat aus Boston Legal (vermutlich 2. Season)
I am not the most connected individual, Denny. Sometimes words are all that allow me to feel like I am a part of the world, a part of life. If I don&#8217;t have words, then I am alone. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=writersmind.wordpress.com&blog=1889223&post=74&subd=writersmind&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Nur damit es mir nicht durch die mnemotechnischen Lappen geht, ein Zitat aus Boston Legal (vermutlich 2. Season)</p>
<blockquote><p>I am not the most connected individual, Denny. Sometimes words are all that allow me to feel like I am a part of the world, a part of life. If I don&#8217;t have words, then I am alone. (Alan Shore)</p></blockquote>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/writersmind.wordpress.com/74/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/writersmind.wordpress.com/74/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/writersmind.wordpress.com/74/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/writersmind.wordpress.com/74/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/writersmind.wordpress.com/74/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/writersmind.wordpress.com/74/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/writersmind.wordpress.com/74/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/writersmind.wordpress.com/74/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/writersmind.wordpress.com/74/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/writersmind.wordpress.com/74/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=writersmind.wordpress.com&blog=1889223&post=74&subd=writersmind&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Michael Crichton ist tot</title>
		<link>http://writersmind.wordpress.com/2008/11/10/michael-crichton-ist-tot/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Nov 2008 02:46:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ish</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren]]></category>

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		<description><![CDATA[Am letzten Dienstag, dem 4.11., starb Michael Crichton an Krebs. Ich habe viele seiner Bücher gelesen (und stelle beim Blick in den Wikipedia-Artikel fest, dass es noch einige unter Pseudonym geschriebene gibt, die ich nicht gelesen habe) &#8211; und fand viele seiner Bücher großartig. Seine Art Wissenschaft und Spannung zu vermischen war einzigartig, ausserdem bleibt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=writersmind.wordpress.com&blog=1889223&post=72&subd=writersmind&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Am letzten Dienstag, dem 4.11., starb <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Crichton">Michael Crichton</a> an Krebs. Ich habe viele seiner Bücher gelesen (und stelle beim Blick in den Wikipedia-Artikel fest, dass es noch einige unter Pseudonym geschriebene gibt, die ich nicht gelesen habe) &#8211; und fand viele seiner Bücher großartig. Seine Art Wissenschaft und Spannung zu vermischen war einzigartig, ausserdem bleibt er als der Erfinder von <em>Emergency Room</em> in Erinnerung.</p>
<p>Crichton wurde 66 Jahre alt. Offenbar hat er sein Leben sehr intensiv gelebt, er war 5 Mal verheiratet.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Fernsehpreis und die Folgen</title>
		<link>http://writersmind.wordpress.com/2008/10/13/fernsehpreis-und-die-folgen/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Oct 2008 09:40:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ish</dc:creator>
				<category><![CDATA[Off Topic]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>

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		<description><![CDATA[TV geht grösstenteils an mir vorbei &#8211; ganz besonders sogenannte Unterhaltungssendungen. Ich wüsste keinen Grund mir sowas wie die Verleihung von Bambis oder anderen Fernsehpreisen, egal wo sie herkommen, anzusehen &#8211; da zeichnen sich sowieso immer nur dieselben paar Nasen gegenseitig aus, und es werden vielleicht noch Filme hochgelobt die ich als Steuerzahlerin mit Filmförderung [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=writersmind.wordpress.com&blog=1889223&post=68&subd=writersmind&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>TV geht grösstenteils an mir vorbei &#8211; ganz besonders sogenannte Unterhaltungssendungen. Ich wüsste keinen Grund mir sowas wie die Verleihung von Bambis oder anderen Fernsehpreisen, egal wo sie herkommen, anzusehen &#8211; da zeichnen sich sowieso immer nur dieselben paar Nasen gegenseitig aus, und es werden vielleicht noch Filme hochgelobt die ich als Steuerzahlerin mit Filmförderung und als Gebührenzahlerin mit GEZ finanziert habe und die dennoch selten wichtig aufregend oder interessant sind. Da werden schlecht aus dem Ausland abgekupferte Formate mit unsäglich dämlichen <strike>Haupt</strike> Selbstdarstellern gelobt &#8211; wtf?</p>
<p>Interessieren tun mich maximal gut gemachte Serien, die es auf dem deutschen Markt ohnehin nicht gibt &#8211; wegen ihres Storytelling und ihrer Charaktere &#8211; und da bevorzuge ich seit langem den englischen O-Ton, auch hier kann deutsches TV nicht punkten.</p>
<p>TV-News beschränken sich auf den Tagesschau-Satzbaukasten und Verlautbarungsjournalismus, die Glotze ist mehr denn je ein Verdummungsinstrument und das TV-Wesen eine selbstbedienende Kommerzmaschine. Fernsehen? Was ist das?</p>
<p>Die einzige Sendung (die sich mit Büchern befasst), die ich regelmässig schaue, ist <em>Was Liest Du</em> mit Jürgen von der Lippe, weil dort unbelastet von Verlagspromo und Bestsellerlisten mit Spaß an der Freud Bücher vorgetragen werden, an denen Gastgeber und Gast sich erfreut haben &#8211; und diese Begeisterung auch dem Zuschauer vermitteln, da muss kein literaturwissenschaftlicher Diskurs, kein Gutmenschentum durchblinken, da steht das Werk für sich.</p>
<p>Und dann schlägt plötzlich das Nachrichtenwesen hohe Wellen, weil, o Schreck, ein Marcel Reich-Ranicki vor laufenden Kameras keinen Bock hatte sich als Aushängefigur für den Schmäh herzugeben, den die versammelte angebliche Fernsehelite präsentierte, und der Aufschrei ist laut und die Empörung in verschiedenen Richtungen gross.</p>
<p>Zwischen &#8222;Eklat&#8220; und &#8222;grosses Kino&#8220; bewegen sich die Reaktionen. Und ich denke immer noch, wtf?<br />
<span id="more-68"></span><a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E79027CBEA39F4B449B7FC69B90B70A55~ATpl~Ecommon~Scontent.html">In der FAZ kann man lesen</a></p>
<blockquote><p>ZDF-Intendant Markus Schächter nannte den Auftritt Reich-Ranickis in der Nacht zu Sonntag eine „Sternstunde“ des Fernsehens, der ehemalige RTL-Geschäftsführer Helmut Thoma bezeichnete das Geschehen als „pure Comedy“.</p></blockquote>
<p>Ich weiss nicht welche Reaktion ich peinlicher finde&#8230; den ZDF-Fatzke der den Schlag ins Gesicht in einen Sieg des zu Recht kritisierten Mediums umdeutelt, oder Thoma, der die Frechheit hat MRR einfach nicht ernst zu nehmen.</p>
<p>Die für mich bislang interessanteste Reaktion kam von Elke Heidenreich &#8211; die, so ihr <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~EE91B6E359E494E34BE66891A5D35B7AB~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Kommentar in der FAZ</a> &#8211; ohnehin nur da war um MRR die Ehre zu erweisen (und das lieber selbst getan hätte, zumal sie Thomas Gottschalk offensichtlich nicht mag, woraus sie so gar keinen Hehl macht). Nach :</p>
<blockquote><p>Fahrt bitte einmal im Mai nach Hamburg zum Henri Nannen Preis und lernt, wie die das machen – ein unterhaltender Abend für intelligente Menschen. Es ist möglich. Aber eben nicht bei ZDF, ARD, Sat 1 und RTL. Und schon gar nicht mit Thomas Gottschalk.</p></blockquote>
<p>sollte man sie aber nicht, wie sie selbst launig meint, rausschmeissen, ja <em>sie schäme sich ohnehin des Senders und sei des Kampfes müde</em>, nein liebe Frau Heidenreich: ziehen Sie doch bitte die Konsequenzen selbst. Dann bleibt diese Kritik nicht nur Lippenbekenntnis einer, die im öffentlich-rechtlichen Dudelfunk Geld verdient.</p>
<p>Richtig peinlich finde ich die <a href="http://www.fernsehlexikon.de/3257/bastian-pastewka-keine-sendung-fuer-marcel-reich-ranicki/">Reaktion von Bastian Pastewka</a>. Gut, man schlägt nicht die Hand die einen füttert, aber ein Satz wie &#8222;Marcel Reich-Ranicki hat unrecht.&#8220; ist nicht bloss unreflektiert, sondern auch daneben. Reich-Ranicki hat eine Meinung, und auf die hat er ein Recht, ebenso auf die Meinungsfreiheit, und absolut darauf, diese Meinung, auch wenn sie manchen Leuten nicht passt oder diese nicht ihrer entspricht, öffentlich kund zu tun, zumal wenn er einer derjenigen ist die eingeladen sind und ausgezeichnet werden sollten.</p>
<p>Brav lobt der Mann da die Comedy-Kollegen Atze Schröder, Ingolf Lück, Ralf Schmitz &#8211; über deren Qualität man sich streiten kann und die sicher auch zu dem gehören was MRR als &#8222;Blödsinn&#8220; tituliert hat &#8211; und wirft dem Literaturkritiker (dessen Literaturkritik mich noch nie die Bohne interessiert hat) dann vor, seine Kritik an dem grauenvollen Abend verunglimpfe die &#8222;Reporter aus Krisengebieten, die ihr Leben einsetzen, um über Unrecht in China, Pakistan oder unserem Land zu berichten&#8220;. Ich kann mich täuschen, aber ich glaube eine Ehrung solcher Dinge in einem Atemzug mit blödelnder Comedy und einer Auszeichnung von DSDS ist ehrenrühriger und armseliger für die Geehrten, als das was MRR von sich gegeben hat.</p>
<p>Im übrigen: egal welcher Meinung man über den Fernsehpreis oder das Fernsehen an sich ist &#8211; wer einen 88jährigen Ehrengast mehrere Stunden wegen des dramaturgischen Effekts auf unbequemen Stühlen darben lässt, sollte erst mal Höflichkeit und Respekt vor dem Alter und Rücksicht lernen &#8211; bei aller inhaltlichen Auseinandersetzung: das hätte nicht sein müssen.</p>
<p>Ändern wird sich ohnehin nichts. Aber das deutsche GEZ-finanzierte Berufsintendantentum wird sich das Feigenblättchen der kritischen Diskussion über die Qualität des Fernsehens umhängen dürfen. Was ich mir wünsche: eine Dokusendung über das Einkommen (und die Kosten der Sendungen) von Günter Jauch, Thomas Gottschalk, Harald Schmidt, Johannes B. Kerner &#8211; und warum wir das finanzieren dürfen, statt diese Gelder in Qualitäts-TV zu stecken.</p>
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		<title>Ein Restaurant und etwas CSI</title>
		<link>http://writersmind.wordpress.com/2008/10/09/ein-restaurant-und-etwas-csi/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Oct 2008 05:45:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ish</dc:creator>
				<category><![CDATA[Träume]]></category>

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		<description><![CDATA[Überraschend übernehme ich ein marodes Resaurant. Das Gebäude sieht aus wie ein alter Kurpavillon, an einem Ende einer halb aufgeschnittenen Ellipse befindet sich eine große Theke an der sich der Service trifft, die Espressomaschine steht, Bestellungen eingehen, Flügeltüren in die Küche führen, die Kasse steht, der Bogen der Ellipse ist von hohen Fenstern umgeben, an [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=writersmind.wordpress.com&blog=1889223&post=66&subd=writersmind&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Überraschend übernehme ich ein marodes Resaurant. Das Gebäude sieht aus wie ein alter Kurpavillon, an einem Ende einer halb aufgeschnittenen Ellipse befindet sich eine große Theke an der sich der Service trifft, die Espressomaschine steht, Bestellungen eingehen, Flügeltüren in die Küche führen, die Kasse steht, der Bogen der Ellipse ist von hohen Fenstern umgeben, an denen bodenlange rote Vorhänge hängen. Es ist sehr schön hell.</p>
<p>Am Eröffnungstag stelle ich fest dass ich weder genug passende grosse Teller noch genug Besteck habe. Ich flitze in den Keller meiner Wohung (zu Hause) und hole den Karton mit dem alten Besteck mit lila Griffen raus. Nicht schön, aber für Tag 1 muss es halt mal so gehen. Immer noch das Tellerproblem, und Wein fehlt mir auch noch, ich fahre zu Carmen Krück, die einen winzigen Laden im Nachbarstadtteil hat, der aber ein riesengrosses Hinterzimmer hat und brechend voll ist. Hinter mir unterhalten sich zwei Mädels über Geocaching, ich muss grinsen. Ein komisches Procedere bei dem man sich seinen Platz in der Warteschlange mit einem eigenartigen Denkspiel ergattern muss hält mich auf, bis ich dahinter komme dass es eine Abbrechen-Taste gibt mit der man auf eine Website kommt, auf der man seine Transaktionsnummer (?) eingibt und dann eine Nummer für die Warteschlange bekommt.</p>
<p>Nach langer Wartezeit komme ich dran, ordere Wein, gebe Geschirr ab das ich mir zu einem anderen Zeitpunkt geliehen hatte &#8211; nämlich viele kleine Tellerchen und Schüsselchen -, man verspricht mir Wein und die grossen Teller in zwei Stunden anzuliefern. Ich muss mich beeilen, das Besteck muss noch in den Geschirrspüler, und ehe wir eröffnen muss ich noch zu einer Hochzeit.</p>
<p>Schnitt.</p>
<p>Ich stapfe um einen See herum, mit Menschen in festlicher Kleidung. Irgendwie geht es um einen Hochzeits-Gag und ich frage mich wer das Paar ist &#8211; am ehesten würde ich noch auf zwei verliebte Kerls tippen, die miteinander turteln, aber das scheinen der Bräutigam und sein bester Freund (soso) zu sein. Ich habe das sichere Gefühl dass etwas nicht stimmt. Jemand erzählt am Ziel seien Jägermeister-Flaschen für die Party versteckt und ich muss würgen bei der Vorstellung eines Besäufnisses mit Jägermeister. Aus dem Teich, der wie ein quadratischer ausgebaggerter Karpfenteich wirkt, steigt Nebel empor, das Laub der umliegenden Bäume rieselt fast lautlos herab. Wir sollen die Braut suchen. Ich gehe ans Ufer. Im nassen Sand sind Abdrücke nackter Füße zu erkennen, kleiner als meine, ich folge ihnen und sie führen ins Wasser, aber nirgends heraus.</p>
<p>Ich habe das ungewisse Gefühl dass die Braut tot im See liegt und fluche. Ich muss zurück in mein Restaurant statt hier eine Crime Scene zu untersuchen. Aber ich kann nicht anders, es ist mein Job (?) und ich wate mit nackten Beinen ins kalte Wasser, da wo die Spuren enden, bis ich schliesslich an etwas stosse, das sich als das Bein einer Frau entpuppt, dick mit Schlamm überzogen.</p>
<p>Schnitt.</p>
<p>Ich muss dringend noch etwas einkaufen, keine Servietten da, Himmel wie kann ich nur so verpeilt sein, und meine Mutter will unbedingt nach einem bestimmten Magazin schauen das sie irgendwo gesehen hat. Mir ist es egal wo ich meine Servietten kaufe &#8211; hauptsache bald. Bevor wir losgehen ziehen wir die Vorhänge im Restaurant zu, um eine gemütlich warme Stimmung für den Abend zu erzeugen und die Welt aus unserer Einweihungsparty rauszuhalten. Ich probiere den Rotwein für den Abend und stelle fest, dass ich da auch noch neuen mitbringen muss weil man dieses Zeug keinem zumuten kann, und als ich in den Raum schaue sehe ich dass auch Teelichter und Teelichthalter auf den Einkaufszettel müssen, für das Ambiente.</p>
<p>Mein Vater meckert weil ich schon wieder was vergessen habe und will nicht einkaufen, dann gehe ich eben alleine. Ich steige ins Auto und &#8212; wache auf.</p>
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		<title>Wettbewerbe und Förderpreise</title>
		<link>http://writersmind.wordpress.com/2008/09/29/wettbewerbe-und-forderpreise/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 18:22:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ish</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerbe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://writersmind.wordpress.com/?p=62</guid>
		<description><![CDATA[Bei der Durchsicht diverser Wettbewerbe und Ausschreibungen für Literaturpreise und Fördermittel fällt mir zunehmend auf, dass die meisten, die auf einer Veröffentlichung beruhen, explizit Print-on-Demand-Dienste ausschließen. Anders gesagt &#8211; gefördert wird nur, wer auch schon mal einen Verlag überzeugen konnte sein Zeug zu veröffentlichen.
Einerseits verstehe ich ja, dass die Preise &#8222;echte&#8220; aka veröffentlichte Autoren fördern [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=writersmind.wordpress.com&blog=1889223&post=62&subd=writersmind&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Bei der Durchsicht diverser Wettbewerbe und Ausschreibungen für Literaturpreise und Fördermittel fällt mir zunehmend auf, dass die meisten, die auf einer Veröffentlichung beruhen, explizit Print-on-Demand-Dienste ausschließen. Anders gesagt &#8211; gefördert wird nur, wer auch schon mal einen Verlag überzeugen konnte sein Zeug zu veröffentlichen.</p>
<p>Einerseits verstehe ich ja, dass die Preise &#8222;echte&#8220; aka veröffentlichte Autoren fördern sollen, und dass im Zeitalter von Print-on-Demand nunmal theoretisch jeder sein Buch drucken lassen kann. Andererseits&#8230; sollten Preise nicht danach vergeben werden ob ein Buch gut ist, anstelle danach wo es verlegt wurde?</p>
<p>Solche Förder-Aktionen könnten doch gerade Autoren eine Chance geben, die aus welchen Gründen auch immer durch ein Verlagsraster gefallen sind. Wenn ich mir ansehe was für ein Schrott bisweilen auch bei großen Verlagen gedruckt wird, und welch banale Werke große Auszeichnungen erhalten, oder welch grauenvoll schlecht geschriebene Machwerke sich toll verkaufen, dann würde so eine Förderung jenseits der etablierten Wege wirklich Sinn machen.</p>
<p>Aber vermutlich denke ich da einfach zu idealistisch.</p>
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		<item>
		<title>Was ist Arbeit?</title>
		<link>http://writersmind.wordpress.com/2008/08/27/was-ist-arbeit/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Aug 2008 17:54:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ish</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[ADS]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Welt von Anzügen oder Blaumännern und 9-to-5-Jobs (oder tariflichen Arbeitszeiten) ist Arbeit das wo man hingeht und wofür man bezahlt wird.
Heute wurde mir mal wieder schmerzlich bewusst, dass das als Selbstständige, noch dazu als Autorin, einfach ein fatales Konzept ist. Eins, das ich erst mal aus den Hirnwindungen bekommen muss.
Die Wahrnehmung anderer von [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=writersmind.wordpress.com&blog=1889223&post=54&subd=writersmind&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>In der Welt von Anzügen oder Blaumännern und 9-to-5-Jobs (oder tariflichen Arbeitszeiten) ist Arbeit das wo man hingeht und wofür man bezahlt wird.</p>
<p>Heute wurde mir mal wieder schmerzlich bewusst, dass das als Selbstständige, noch dazu als Autorin, einfach ein fatales Konzept ist. Eins, das ich erst mal aus den Hirnwindungen bekommen muss.</p>
<p>Die Wahrnehmung anderer von Autoren ist oft, ihr habt doch jede Menge (Frei-) Zeit und tut eigentlich nicht wirklich was. Diese Wahrnehmung übernimmt man ganz schnell. Hey, schliesslich kann sich jeder hinsetzen und ein Buch schreiben. Wenn er nur genug Zeit hätte&#8230;</p>
<p>Dass dem keineswegs so ist aus einer Vielzahl von Gründen, möge mal Thema für ein anderes Post sein. Heute geht es mir um Arbeit. Was ist Arbeit?</p>
<p><span id="more-54"></span></p>
<p>Ich schrieb mir heute in den IRC-Channel, den ich mit meiner zeitweiligen Co-Autorin bevölkere:</p>
<blockquote><p>Lektion des Tages. Rezepte Testkochen ist Arbeiten.</p></blockquote>
<p>Erkenntnis des Tages wäre auch passend gewesen.</p>
<p>Sicher. Theoretisch weiss ich dass eine Kochbuchautorin geschätzt 60-75% ihrer Zeit mit Recherche, dem Lesen anderer Kochbücher und Referenzliteratur, und vor allem dem Ausprobieren von Rezepten (so man nicht ein Ist-mir-doch-egal-obs-tut Rezeptschreiber ist) verbringt. Das Schreiben und Redigieren, so anstrengend es auch ist, ist Peanuts dagegen. Und doch.</p>
<p>Da sitzt man also rum und liest. Zum Beispiel habe ich einen fantastischen Cyberpunk-Thriller hier liegen, den ich für den Rewrite meines eigenen SciFi-Thrillers lesen will/muss. Ist das Lesen Arbeit? Ja, ist es. Aber das zu verinnerlichen ist nicht einfach, besonders nicht wenn man wie ich zur Kategorie ADSler gehört.</p>
<p>Hell, yeah, das Arbeiten, Lesen, Recherchieren kann Spass machen &#8211; ist es deswegen weniger Arbeit? Nur weil anderen Leuten ihre Jobs vielleicht weniger Spass machen (kann ich da was für?) ist es nicht weniger zeitaufwändig und hirnschmalzfordernd. Sogar Denken kann Arbeit sein. Wer das nicht glaubt, hat noch nie eine Diplomarbeit oder ähnliches geschrieben. Es reicht ja nicht sich 3 Tonnen Sekundärliteratur auf den Lesestapel zu packen. Man muss auch etwas eigenes daraus machen, und geistige Arbeit *ist* anstrengend.</p>
<p>Da Gehirn verbraucht 20-30 Prozent der Energie unseres Körpers, warum wohl?</p>
<blockquote><p>Arbeit ist Arbeit und man muss auch Dinge als Arbeit sehen, die andere im ersten Moment nicht so sehen würden.</p></blockquote>
<p>sagt meine Co-Autorin zu mir. Es wissen und es verinnerlichen, sind zwei Paar Schuhe.</p>
<p>Ich arbeite dran. Pun intended.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/writersmind.wordpress.com/54/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/writersmind.wordpress.com/54/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/writersmind.wordpress.com/54/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/writersmind.wordpress.com/54/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/writersmind.wordpress.com/54/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/writersmind.wordpress.com/54/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/writersmind.wordpress.com/54/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/writersmind.wordpress.com/54/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/writersmind.wordpress.com/54/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/writersmind.wordpress.com/54/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/writersmind.wordpress.com/54/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/writersmind.wordpress.com/54/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=writersmind.wordpress.com&blog=1889223&post=54&subd=writersmind&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Eis und Brot</title>
		<link>http://writersmind.wordpress.com/2008/07/18/eis-und-brot/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Jul 2008 08:24:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ish</dc:creator>
				<category><![CDATA[Träume]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich befinde mich auf einer Wanderung durch eine schneebedeckte Landschaft, die Perspektive wechselt zwischen Ich-Erleben und isometrischer Draufsicht auf eine fremde Person, die mich an eine Klassenkameradin erinnert. Es ist eine schier endlose Ebene, die in der Ferne langsam ansteigt. Aus dem Off kommt die Stimme eines Erzählers der zu mir/der Person gehört und berichtet, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=writersmind.wordpress.com&blog=1889223&post=52&subd=writersmind&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ich befinde mich auf einer Wanderung durch eine schneebedeckte Landschaft, die Perspektive wechselt zwischen Ich-Erleben und isometrischer Draufsicht auf eine fremde Person, die mich an eine Klassenkameradin erinnert. Es ist eine schier endlose Ebene, die in der Ferne langsam ansteigt. Aus dem Off kommt die Stimme eines Erzählers der zu mir/der Person gehört und berichtet, dass wir uns aus Hannover am Morgen auf den Weg gemacht hätten und schon 500 Höhenmeter absolviert hätten und ich schaue mich um und wundere mich &#8211; wo sollen hier 500 Höhenmeter herkommen? Im Harz vielleicht, aber das hier ist kein Gebirge. Ausserdem halte ich es für illusionär in dieser Zeit so viele Höhenmeter unter diesen Bedingungen in so kurzer Zeit zu schaffen &#8211; glatte eisige Straßen wechseln mit tief verschneiten, harschüberkrusteten Steigen ab.</p>
<p>Irgendwann erreiche ich einen Berggasthof an dem meine Wandergruppe sich trifft.  Es ist eine Gruppe von 6 oder 8 Leuten, angeführt von meinem früheren Klassenlehrer. Wir wollen zu einem bestimmten Aussichtspunkt, und nehmen einen Fußpfad durch einen tief verschneiten Hohlweg, von den Wegrändern hängen tief Äste von Fichten herab, deren Holz sich schwarz gegen den Schnee abzeichnet.</p>
<p>Vor uns liegt eine Schlucht, in die der Hohlweg einmündet. Wenige Meter rechts von uns scheint die Schlucht einen beinahe rechtwinkligen Knick zu haben, der aber abgerundet ist, und man kann lautes Krachen und Rauschen hören. Es ist wie ein Wasserfall nur dass er aus Eis und Schnee besteht, und alle paar Augenblicke kommt ein Schwall Eis und Schnee um diese Biegung geschossen und donnert mit fast 200 Stundenkilometern Geschwindigkeit an uns vorbei (ich vergleiche es mit einem ICE in voller Fahrt).<br />
<span id="more-52"></span><br />
Wo um Himmels willen wollen wir hin? Auf der anderen Seite ist nur eine Wand, er will doch nicht etwa in diese Schlucht?</p>
<p>Ich rede halblaut mit einem Mitwanderer, den ich gut zu kennen scheine, er stimmt mir zu. Wir wollen den Anführer gerade fragen, als er mit zwei Begleitern, die sich zu nahe an die Schlucht vorgewagt haben, vom nächsten Lawinenexpress urplötzlich mitgerissen wird, das Donnern des Schnees ist so laut, dass man nicht mal mehr ihre Schreie hört, sie sind einfach weg.</p>
<p>Erschüttert kehren wir zur Berghütte zurück.</p>
<p>Schnitt.</p>
<p>Ich befinde mich in einem Hotelzimmer in dem ich für irgendwas Möbel rücke, aber an diesen Teil des Traums kann ich mich kaum noch erinnern. Eine der Schwierigkeiten ist dass der Raum mit (hässlichen) antiken Möbeln vollgestellt ist und wir möchten gern den großen Flachbildfernseher sehen.</p>
<p>Schnitt.</p>
<p>Ich mache in einem Polizeiauto eine Verfolgungsjagd mit. Das Auto landet im Wasser und wir müssen patschnass aussteigen, aber das Auto legt ganz normal an einem Anleger am Jungfernstieg an und der Polizist erklärt etwas Kompliziertes über Haftbefehle was ich nur halb verstehe. Er erklärt mir, dass ich im Justizgebäude, einem großen braunen Kasten etwa da wo die Alsterarkaden sein sollten, ein Handtuch bekomme, und ob ich schon mal da gewesen sei, und ich antworte wahrheitsgemäss dass ich da erst kürzlich war um ein paar Akten zu holen. Dann erinnere ich mich dran dass es illegal war diese Akten zu holen weil wir (wir wie Anwälte?) diese nicht haben sollten, aber das weiss er ja nicht, es gibt ja auch legale Optionen dort Akteneinsicht zu erlangen.</p>
<p>Ich nehme den Fahrstuhl in den 11. Stock. Mir bleibt fast das Herz stehen weil beim Hochfahren die Wände &#8211; es gib keine richtige Tür &#8211; an mir nur so vorbeisausen. Oben angekommen bemerke ich, dass hinter mir noch eine Tür ist, was ich für die Stahlwand gehalten hatte gleitet nun zurück, was es unten nicht getan hat, und zeigt eine spiegelnde Kabine und noch eine Tür auf der anderen Seite.</p>
<p>Ich will wieder runter und suche den E-Knopf. Aber es gibt mehrere E-Knöpfe, darunter auch E-0. Ich drücke einfach alle drei, irgendwo werde ich schon halten wo ich rauswill. Der Fahrstuhl saust los &#8211; aber plötzlich in der horizontalen Ebene. Unterwegs sehe und höre ich Leute die frustriert dem Fahrstuhl nachbrüllen, offenbar kommen Rundfahrten hier nur selten vor und viele warten schon länger auf den Fahrstuhl der nun an ihnen vorbeisaust ohne Stop. Mir ist schwindlig.</p>
<p>Schnitt.</p>
<p>Ich begebe mich zu jemandem der mit mir / der Person die den Fahrstuhlalptraum durchgemacht hat identisch zu sein scheint. “Sie hat Durchfall, mindestens 11 Mal bisher”. teilt mir jemand mit und ich denke mir ob sie das gezählt haben und “die arme Frau was mag sie so geschockt haben”. Ich betrete das Badezimmer, in dem sich die Frau befindet, ebenso eine weitere weibliche Person. Gemeinsam wollen wir ihr Trost zusprechen und herausfinden was passiert ist. Die kleinen Stühle, einfache Schemel mit dünnen Spinnenbeinen aus Draht, geben unter uns nach und wir poltern zu Boden.</p>
<p>Schnitt.</p>
<p>Ich wandere durch eine große Wiese, hier und da liegt Bauschutt. Vor mir ist ein zu einer Seite völlig offenes Gebäude, an der Seite ein großer Kamin und Ofen. Jemand backt Brote &#8211; Fladenbrote die wenigstens zwei Meter lang sind und fantastisch duften. Ich beobachte wie der Bäcker, augenscheinlich ein Türke, den Teig durchknetet.</p>
<p>Er nimmt festere Teigklumpen einfach aus den Fladenbrotmonstren heraus und knetet daraus dann Brötchen und kleine Brotlaibe. Fasziniert beobachte ich, wie er aus einem kopfgroßen Teigblob ein rundes Brot formt und mit den Fingern darauf oben Einritzungen vornimmt, indem er den Teig presst und biegt. Ich stibitze ein winziges Stück Teig weil ich so einen Hunger habe und es so toll duftet, aber er bemerkt mich gar nicht.</p>
<p>Ein paar Meter von mir entfernt, auf der gegenüberliegenden Seite vom Ofen, steht Petra und knetet Traubensaft unter eins der Fladenbrote, so dass ein riesiges lilafarbenes Dings entsteht. Sie hat keine Angst dass der Bäcker sie erwischt, sie führt ein Experiment für ihn durch, kapiere ich.</p>
<p>“Ich würde noch getrocknete Weinbeeren hineintun,” schlage ich vor aber sie schüttelt den Kopf. Die Farbe ist sensationell. Wie das wohl gebacken aussieht?</p>
<p>Schnitt.</p>
<p>Eine Grillparty, mit ganz vielen Leuten. Die Details sind nur noch vage in meiner Erinnerung, logisch schloss es irgendwie an den Bäcker an. Er wohnt hier, in einer winzigen Bude, die aus wenig mehr als einem Bett und einem Schrank besteht, sehr ärmlich. Horst Lichter ist auch dabei. Es gibt unter anderem eine Avocadocreme mit rohem Thunfisch und Rucola.</p>
<p>Aufwachen.</p>
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		<title>RIP Thomas M. Disch</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jul 2008 08:15:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ish</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas M. Disch]]></category>

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		<description><![CDATA[I read many of his books. The story &#8222;Descending&#8220; was one of the first scifi short stories I&#8217;ve read and it still gives me the creeps even thinking about it. His poetry and prose was dark, satirical, dealing with death and perdition.
Thomas M. Disch shot himself July 4th, 2008.
Yet another creative mind despaired of life? [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=writersmind.wordpress.com&blog=1889223&post=51&subd=writersmind&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>I read many of his books. The story &#8222;Descending&#8220; was one of the first scifi short stories I&#8217;ve read and it still gives me the creeps even thinking about it. His poetry and prose was dark, satirical, dealing with death and perdition.</p>
<p>Thomas M. Disch shot himself July 4th, 2008.</p>
<p>Yet another creative mind despaired of life? Yet another suicidal brilliant artist. *sigh*.</p>
<p>Read <a href="http://www.salon.com/books/feature/2008/07/11/disch/">about Thomas M. Disch at salon.com</a> (it was an escalator, not an elevator, btw., <a href="http://journal.neilgaiman.com/2008/07/return-i-will-to-old-brazil.html">as Neil Gaiman already pointed out</a>).</p>
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